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myspace_logoTotgesagte leben länger. Myspace wagt einen neuen Angriff.

Waren das Zeiten: Facebook kannte in Deutschland noch niemand und auch die Ära von StudiVz stand noch bevor, da versammelte sich alles was online war und seinen Musikgeschmack zeigen wollte bei Myspace. Es war der erste Teilschritt von der privaten Homepage (meist eine in Neonfarben gehaltene Website mit Comic Sans als Schrift und Unmengen von animierten Gifs) und Foren für Interessengruppen hin zu einem Sozialen Netzwerk. Seinen Zenit erreichte Myspace im Jahr 2009, als die Benutzerzahl weltweit 267.794.915 Mitglieder umfasste.
Doch schon zu diesem Zeitpunkt war das Netzwerk in seiner Größe bereits von Rivalen Facebook überholt worden. Und so begann das, was fast allen Netzwerken nach dem Aufstieg von Facebook bevorstand. Der Abstieg. Der Verfall des einstigen Riesens, der heute immer noch eine offizielle Mitgliederzahl von knapp 30 Millionen umfasst, begann.

Warum wir euch das alles erzählen? Weil es Myspace nun „wieder“ gibt! Quasi neu und mit dem Motto “ Totgesagte leben länger“.

Myspace will wieder angreifen und sich als Sparten-Netzwerk etablieren. Dabei besinnt sich das Unternehmen auf seine Kernkompetenz: die Musik.

 

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Quelle: new.myspace.com

Dass Myspace den einstigen Kampf gegen Facebook um Nutzer und Größe verloren aufgegeben hat und nun versucht die Musiksparte für sich zu erobern wird auch dadurch deutlich, dass es eine Implementierungs-Funktion für Facebook gibt. So soll in Zukunft ein nebenher statt gegeneinander herrschen. Die Idee: Soziales, Spiele und Stupsen bei Facebook und Musik bei Myspace.

Als ersten Coup hat sich Myspace dazu eine Kooperation mit Justin Timberlake gesichert. Dieser fungiert zudem als Miteigentümer des Netzwerks und vermarktet sein aktuelles Album auf Myspace. Er will dabei  mitarbeiten dem Netzwerk zu seinem alten Glanz verhelfen. Dazu soll das Design geändert, die Handhabung vereinfacht und so die Nutzerfreundlichkeit verbessert werden.
Ob das jedoch für einen neuen Anfang reicht bleibt abzuwarten. Wie auch schon zur Gründerzeit von Myspace wird es darauf ankommen, dass die Seite genug Content in Form von Musik und Bands generieren kann. Nur durch diesen geschaffenen Mehrwert wird das angesprochene Nebeneinander mit Facebook gelingen.

 

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Quelle: new.myspace.com

Es bleibt also abzuwarten, ob Myspace es schaffen wird in der großen Welt der Online-Musik wieder Fuß zu fassen. Zu groß scheint die Konkurrenz durch Musiknetzwerke wie dem Cloud-Anbieter Spotify oder der allgegenwärtigen Übermacht von Facebook. Wir bleiben gespannt.

 

 

 

 

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