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Die Facebook-Timeline für Unternehmen kommt schneller als selbst viele Experten gedacht hatten.

Dabei beziehen sich die Änderungen sich nicht nur auf neue Inhalte, auch bestehende Inhalte wie Bilder und Posts müssen rückwirkend angepasst oder verändert werden. In unserem Artikel haben wir die wichtigsten Änderungen zusammengefasst und geben einen Ausblick darauf, was Unternehmen bei der Umstellung beachten müssen.

1. Neuer „Look and Feel“

Das neue Timeline-Format der Facebook-Fanpages ähnelt stark dem der User-Profile. Es bietet ein großes Cover-Foto (851 x 315 Pixel), welches Unternehmen völlig neue Möglichkeiten bietet, die eigene Page zu gestalten. Cover-Fotos obliegen bestimmten Restriktionen seitens Facebook:

– Kommunikation von Preis- oder Kaufinformationen (auch Rabatte)

– Kontaktmöglichkeiten jeglicher Art (gehören in den Infobereich)

– Referenzen zu Facebook-Elementen (z. B. Like Button)

– Handlungsaufrufe (z. B. „Jetzt kaufen“)

Weiterhin kann die Timeline die Geschichte des Unternehmens erzählen und bietet die neue Option, z. B. Produkteinführungen oder Geschäftseröffnungen durch „Milestones“ darzustellen.

2. Reduzierte Tab-Sichtbarkeit

Die Navigation via Reiter auf der linken Seite der Pages ist Geschichte. Hier hatte man die Möglichkeit, mehrere hundert Tabs anzulegen. Reiter bestehen zwar weiterhin, erscheinen jedoch jetzt in begrenzter Anzahl unterhalb des Cover-Fotos.

Die Breite der Timeline sowie der feststehende Tab „Fotos“ begrenzen Unternehmen darin, bestimmte Tabs anzeigen zu lassen. Es sind nur noch vier Tabs kontinuierlich sichtbar. Möchten Fans weitere Tabs erkunden, müssen diese ausgeklappt werden. Die Maße der Tabs betragen 111×74 Pixel und können durch größere Preview-Flächen angeteasert werden.

Unternehmen müssen beim Anlegen neuer Tabs sorgfältig darauf achten, welche angezeigt werden sollen und welche nicht. Es sollten immer die passenden Tabs zu den aktuellen Marketing-Aktionen angezeigt sein. Nützlich hierbei ist auch das kontinuierliche Auswerten der Tabs mittels der Facebook-Insights. Die Thematik „Impressums-Tab“ ist zusätzlich zu beachten. Hier müssen sich Unternehmen rechtlich absichern, wo in Zukunft ein Impressums-Tab anzulegen ist.

3. Keine standardmäßigen Landing-Tabs

Mit dem neuen Timeline-Format verlieren sogenannte Welcome-Tabs inklusive Fan-Gates ihre Wirkung. Der Fan sieht nun beim ersten Kontakt mit der Page immer die Timeline und kann nicht mehr auf den „Default-Tab“ geleitet werden, auf dem der Erstkontakt mit dem Unternehmen bisher stattfand.

Durch den Verzicht auf Landingpages müssen Brands darauf achten, dass Posts im oberen Bereich der Timeline attraktiv und kreativ gestaltet werden. Facebook-Anzeigen bekommen eine noch wichtigere Bedeutung in Bezug auf die Beeinflussung der User-Experience. Anzeigen bieten die Möglichkeit, Fans direkt auf Applikationen (Gewinnspiele, Promotions) zu leiten.

4. Neue Arten, um Posts darzustellen

Eines der wichtigsten Features der neuen Timeline ist die Möglichkeit, bestimmte Posts zu „pinnen“. Diese sogenannten Pin-Posts stehen dann für die Dauer von sieben Tagen (es sei denn man löscht den Pin) am Anfang der Seite. Jeder Pin-Post ist mit einer orangenen Flagge versehen und bleibt in dem Zeitraum als einziger Pin-Post stehen.

Ebenfalls neu sind sogenannte Star-Posts. Diese Posts nehmen die gesamte Breite der Timeline ein und eignen sich hervorragend für die Darstellung von Bildern oder anderen wichtigen Ereignissen.

Um die Geschichte oder wichtige Ereignisse des Unternehmens zu erzählen, eignen sich sogenannte Milestone-Posts. Hier können auch Ereignisse des Unternehmens chronologisch eingeordnet werden. Diese können mit einer Geschichte, einem Ort und Bildern versehen werden.

Diese drei Formen der Posts eignen sich hervorragend, um neuen Fans der Seite einen Mehrwert zu bieten. Pin-Posts können aufgrund ihrer prominenten Sichtbarkeit über einen bestimmten Zeitraum optimal als Aufhänger für interessante Aktionen und Content genutzt werden. Star-Posts eignen sich besonders, um Fans durch große Bilder Emotionen zu vermitteln und Milestone-Posts lassen das Unternehmen durch historische Ereignisse authentischer wirken.

5. Private Nachrichten zwischen Unternehmen und Fans

Durch die Umstellung auf die Timeline besteht nun die Möglichkeit einer privaten Konversation zwischen Fans und Unternehmen in Form von Nachrichten. Fragen zu Produkten oder einer Marke können nun auf einer persönlichen Ebene behandelt werden. Allerdings muss hier der Fan den Erstkontakt mit dem Unternehmen herstellen, bevor es zu einem Austausch kommen kann.

Unternehmen sollten sich genau überlegen, ob sie diese Funktion nutzen möchten. Je nach Größe der Fanpage können mehrere hundert private Nachrichten am Tag bei den Page-Admins eingehen, von denen Fans erwarten, dass sie die Unternehmen relativ zeitnah beantworten. Das könnte zu erhöhtem Aufwand seitens der Unternehmen führen.

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